„Ich gönn dir das“

Judika, der vorletzte Fastensonntag. Benannt nach Psalm 43,1: „Gott, schaffe mir Recht!“ In der Gemeinde haben wir das neue Presbyterium eingeführt, eine Wahlperiode geht immer über vier Jahre. Wir feierten erst einen Festgottesdienst und anschließend einen kleinen Empfang. Da gab es Fingerfood, von dem ich drei Teile nahm und auf dem Rückweg nach Hause fuhr ich bei KFC vorbei. Diese Kombination hatte sich schon beim Vorstellungsgottesdienst bewährt. Wieder ließ ich die Pommes weg, frei nach dem Motto: „Solange keine Pommes dabei sind, ist es auch kein Fastfood“, da bin ich mir mit der Kirchmeisterin einig.

AJXeXDyR

Ansonsten geht die Fastenzeit langsam dem Ende entgegen und ich beginne mit dem Resümee. Die große Entdeckung ist alkoholfreies Bier. Das ist wirklich lecker! Besonderen Spaß macht mir außerdem, das hier und da zu Gelegenheiten zu trinken, zu denen ich persönlich Alkohol unpassend finde, aber immer schonmal ausprobieren wollte. Dieser Reiz des Verbotenen, ohne dass man anschließend einen an der Mütze hat, das ist ganz großartig! Und ja, liebe Puristen, ich weiß, dass auch diese Biere nicht völlig alkoholfrei sind, aber ehrlich, das ist mir egal.

Weiterlesen „„Ich gönn dir das““

„Hier ist noch Platz“

Eigentlich hatte ich geplant, den ganzen Fastensonntag im Bett zu verbringen (ich hatte frei) und nur aufzustehen, um mir etwas zu essen zu besorgen. Doch dann meldete sich die Wanderfreundin. Wir machten einen großen Spaziergang und anschließend ging’s eine Stunde Aquajoggen. Auf dem Weg nach Hause fuhr ich schließlich beim Vietnamesen vorbei, um mir Ga Chien, gebackenes Huhn, zu holen.

q0XA03RL

Die Krönung dieser Woche waren jedoch Donnerstag und Freitag: Der 30. und 31. Fastentag. Es ist nämlich so, dass ich mir zu Beginn der Fastenzeit zwei Etappenziele gesetzt hatte.
Ich wollte wenigstens eine Woche schaffen und wenn das klappt, mindestens einen Monat. Das habe ich erreicht. Zwar mache ich weiter, aber ab sofort „freiwillig“. Und ja, in meinem Hirn ergibt das Sinn.

Weiterlesen „„Hier ist noch Platz““

„Ist verziehen“

Der Vorstellungsgottesdienst hat tatsächlich gut geklappt!
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden waren super drauf, nur bei den Erwachsenen gab es ein, zwei Dinge, die hätten besser laufen können. Aber irgendwas ist bekanntlich immer und die Kids standen trotzdem vorne wie die Engel.
Plus, ich bin seit Sonntag zwei Jahre rauchfrei: Ich, die leidenschaftliche Kettenraucherin, ohne Panne, ohne Rückfall.

8YKPOC0L.jpg-large

Fastenseitig war dieser Sonntag für mich der Tag der doppelten und dreifachen Belohnung: Zuerst nach dem Gottesdienst ein Stück Zupfkuchen vom Kuchenbuffet und später ein Besuch bei KFC (aber ohne Pommes). Doch dann kam beim Aufräumen noch ein halbes Stück Käsekuchen dazwischen. Das war einsam auf einer Kuchenplatte übrig geblieben, die die Küsterin deswegen nicht abräumen konnte. Da habe ich mich natürlich zusammen mit einem Vater geopfert.

Weiterlesen „„Ist verziehen““

„Es reicht für alle“

Die Woche begann damit, dass sich die Halsentzündung aus den Tagen zuvor zu einem echten Männerschnupfen auswuchs. Das hat mich ziemlich genervt, denn ich bin erst an Weihnachten richtig krank gewesen. Außerdem faste ich gerade alles Ungesunde und treibe seit Jahresanfang regelmäßig Sport, ich wäre also doppelt und dreifach nicht dran.

thumb_IMG_5478_1024

Ja, ich weiß, so kann man nicht denken, das funktioniert nicht. Aber ich tue es trotzdem und verstehe niemals nicht, warum ich ausgerechnet jetzt diesen Schnupfen kriegte. Die kleine Pizza Bolognese, die ich am Sonntag zur Fastenpause aß, tröstete mich nur ein winziges bisschen.

Weiterlesen „„Es reicht für alle““

„Ich lad euch ein“

In Düsseldorf wird der Karnevalszug am 13. März nachgeholt.
Das geht, weil das ein Sonntag ist, jeder Sonntag Tag der Auferstehung und damit ein kleines Osterfest, kurz: Sonntags ist Fastenpause, also kann man da auch feiern. Das musste ich kürzlich im Frauenkreis erstmal erklären, denn die Damen glaubten, die Katholiken hätten sich das nur ausgedacht. Auch in den Sozialen Netzwerken spricht sich unter Protestanten erst langsam herum, dass am Sonntag fastenfrei ist.

IMG_5396

Ich selbst habe mich für eine gewisse Zurückhaltung entschieden. Der Sonntag wird nicht zum Nachholtag, an dem ich alles mitnehme, was reinpasst. Ich gönne mir etwas, aber maßvoll; dieses Mal zwei Sommerrollen vom Vietnamesen und mein erstes Erdinger Alkoholfrei ever. Das war lecker und ich habe mir darum Mitte der Woche einen kleinen Kasten davon gekauft.

Weiterlesen „„Ich lad euch ein““

„Mein Herz wird weit“

Vor knapp 20 Jahren habe ich das letzte Mal gefastet. Damals war ich in einer Gemeinschaft, wo das fast alle gemacht haben, es war normal. Als ich die Gemeinschaft verließ, hat sich mein Fasten und vieles andere verloren. Nicht, dass es in den Ortsgemeinden keine Angebote für die Passionszeit gäbe, aber für mich privat war eben nichts dabei. Den Fastenkalender der Aktion „7 Wochen Ohne“ lernte ich zwar später kennen, geändert hat das trotzdem nichts.

thumb_IMG_5275_1024

Doch dieses Jahr faste ich wieder, zumindest will ich es versuchen. Anlass ist, wie bei so vielen Sachen in letzter Zeit, wieder einmal Twitter. Hier habe ich in den letzten Jahren Leute gefunden, bei denen ich mich verstanden fühle. Und als dann im vorigen Jahr eine beträchtliche Menge meiner Timeline (das sind alle, bei denen ich mitlese, einige davon „kirchenfern“) anfing zu fasten, war klar, dass ich nächstes Mal mit dabei sein wollte.

Weiterlesen „„Mein Herz wird weit““