Über Himmelfahrt sind Frau K. und die Enkelin zu Besuch gewesen. Letztere ist erst drei Monate alt und wird noch gestillt. Frau K. wiederum wurde von mir ein bisschen verwöhnt, Shoppen, Leibspeise, außerdem gab es den Lieblingsnachtisch:

Das ist ein etwas aufgepeppter Schokopudding, dessen Rezept ich zu Frau K.s Grundschulzeiten auf der Rückseite der Verpackung fand und für kleines Geld ausprobierte. Frau K. liebt ihn bis heute. Man nehme für vier Personen:
1 Glas Schattenmorellen
1 Packung Schokocremepulver für ca. 600 ml Milch
Milch
1 Becher Sahne
1 Prise Zucker
Schokostreusel
Die Schattenmorellen abgießen und den Saft auffangen. Mit Schokocreme ist dieser Softpudding gemeint, den man einfach ein paar Minuten mit kalter Milch aufschlagen muss. Doch von der Milch nimmt man nur die Hälfte, die andere Hälfte wird durch den Kirschsaft ersetzt: Erst das Eine einrühren, bis die Creme halbwegs fest wird, danach das Andere, bis die Creme fertig ist. Jetzt die Kirschen mit dem Löffel unterheben. Sahne mit einer Prise Zucker steif schlagen und auf der Creme verteilen. Schokostreusel drüber, eventuell noch kalt stellen. Fertig.
Husten, Fieber, die ganze Palette und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Seit einer Woche liege ich jetzt flach und stehe nur zum Essen kochen bzw. alle paar Tage für die wichtigsten Einkäufe auf. Aber wenigstens die traditionellen Soleier nach dem Rezept meiner sel. Großmutter aus Oberschlesien wollte ich mir machen:
Aber dass da irgendwas von „Nudeln mit Tomatensauce“ war, habe ich noch mitgekriegt. Also ab in die Küche, das alte Rezept meiner Mutter nachgekocht. Wir haben ja damals wirklich noch Nudeln mit Tomatensauce gesagt, wir hatten ja nix und waren trotzdem glücklich. Doch bevor ich jetzt anfange mit der Altarkerze zu fuchteln, hier das Rezept meiner Kindheit:

