Uhura goes multireligiös

Vor meinem Urlaub fragte die katholische Gemeindereferentin an, ob wir uns vorstellen könnten, den ökumenischen Einschulungsgottesdienst nach den Sommerferien als multireligiöse Feier zu veranstalten. Dazu würde es einen Kennenlerntermin mit dem Imam geben und von da aus weiter. Wir beredeten das im Pfarrteam: Ja, grundsätzlich können wir uns das vorstellen, ja, gemäß landeskirchlicher Handreichung an einem „neutralen Ort“ (Turnhalle, Aula) und die Gebete hintereinander, statt miteinander.

Nach knapp fünf Jahren Leben und Arbeiten in einem sog. „sozialen Brennpunkt“ mit reichlich multireligiöser Erfahrung legte ich noch Wert auf Deutsch als durchgehende Sprache und dass wir Christinnen nicht unseren Standard zurückschrauben. Ich möchte nicht als gutmeinendes Vehikel dienen, wo unsere muslimischen Ansprechpartner ihre Hausaufgaben selbst machen müssen. So sprach ich und entschwand in den Urlaub. Die Kollegen würden den Termin wahrnehmen. Weiterlesen „Uhura goes multireligiös“

Die Hemina

Das Stöckchen, das ich im Februar aufgelesen hatte [Durfte ich das eigentlich? Falls nicht: Sorry, es war mein erstes Stöckchen.] hat zu zwei liebenswürdigen Rückmeldungen geführt:

Paula I. ersann nach einem laaangen Chat 😉 den ersten von insgesamt drei von ihr erstellten Stockteilen. Dass sie dabei gleich zu Beginn auf Platz 7 den Heiligen Thomas von Aquin nennt, kann ich ihr gar nicht genug danken, den brauche ich nämlich (nicht nur) in diesem Zusammenhang noch.

Denn Anouk schrieb mir in einer Mail, dass die eine Hemina Wein, die der Heilige Benedikt den Mönchen genehmigte, ½ Sester, also etwa 217,144 ml umfasste oder wie Anouk sagt, „ein gemütliches ‚Viertele’“.

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Kleine Beffchenkunde

Wir erinnern uns, dass König Friedrich-Wilhelm III. den Richtern, Rabbinern und evangelischen Pfarrern den TalarLutherisches Beffchen als Amtstracht verordnet hat. Dieser wird in weiten Teilen der evangelischen Kirche mit einem weißen „Lätzchen“ vor der Brust getragen, dem sogenannten „Beffchen“. Das Beffchen sollte den Talar ursprünglich vor Schmutz und Abrieb durch den Bart seines Trägers schützen. Außerdem gibt es bis heute Auskunft über den Bekenntnisstand des Pfarrers oder der Pfarrerin.

Bekenntnisse haben wir in der in der evangelischen Kirche drei,
deren Beffchen ein alter Pastor einmal mit den Schenkeln einer Frau verglich:

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