Als Sonntagsessen gab es Ragout aus Kohlrabi und Hühnchen und die Woche ging ohne besondere
Vorkommnisse los. Das kippte in der Wochenmitte, was mich am Donnerstag und Freitag ziemlich aus dem Takt brachte. Ursache ist wieder Corona: Die Regeln werden für mein Verständnis erneut zu spät festgelegt. Vorausschauendes Planen wird dadurch von denen verhindert, denen es mit den Öffnungen nicht schnell genug gehen kann und deren Beweggründe mir nicht immer einleuchten, egal auf welcher gesellschaftlichen Ebene. Ich traf also weitere unliebsame Entscheidungen, um meine Beinfreiheit zurückzugewinnen.
Auch das Fasten lief am Donnerstag und Freitag nur noch sehr mäßig. Keine stimmige Gesamtbilanz, dieses zu wenig, jenes zu viel. Wobei ich versucht habe, wenigstens einigermaßen am Ball zu bleiben, aber im Stress verliere ich einfach meinen Rhythmus. Ich hoffe, dass es jetzt wieder besser wird. Vierte Woche um.
Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lk 9,62
Es gab Kalbsgulasch mit Bohnensalat und in Butter geschwenkten Drillingen als Sonntagsessen. Dann fiel mir abends ein, dass ich sieben Jahre rauchfrei war, ohne jeden Rückfall, nicht einmal dran gezogen. Das ging von Anfang an leichter, als ich als leidenschaftliche Kettenraucherin das jemals vermutet hätte. Aber erst seit zwei Jahren ist es mir nahezu völlig egal. So Gott will und ich lebe, „dürfte“ ich allerdings in 20 Jahren wieder anfangen, sofern es nicht vorher schon einerlei sein sollte.
des Jahres auf dem Balkon: Schweinelende mit überbackenem Brokkoli. Montag machte der Bogenparcours wieder auf und als Dienstag Morgen eine Sitzung ausfiel, bin ich direkt hin. Eine Stunde ganz piano angefangen, lange eingeschossen und dann die kleine Runde. Ich habe mich zum ersten Mal seit Monaten draußen an der frischen Luft bewegt, es war wunderbar! Danach aß ich einen Teller Linsensuppe und musste erstmal eine Stunde ins Bett. Ich war völlig erledigt.
Supervisor brauchte gar nichts anzumahnen, mir war das auch so klar und Selbstbesinnung hatte ich ebenfalls genug. Also im Unnormalen auf Normalkurs weiter, mit glücklicher Landung in der neuen Stadt und to make a long story short, immer noch Corona. Zusammen mit der OP im November und hinzugerechnet dem kleinen, vorbereitenden Eingriff im September aber seit nülf Monaten ohne Sport und mittlerweile überhaupt im
nach Jerusalem“, so fängt der Wochenspruch an und so steht es in der ganzen Bibel. Nach Jerusalem geht es immer hinauf, nach oben. Und wie meist in der Bibel hat das nicht nur geschichtliche oder geographische, sondern auch geistliche Gründe. Jerusalem steht oft für den Höhepunkt und das Zentrum einer Geschichte oder eines Ereignisses und das himmlische Jerusalem, das wir dereinst erwarten, sowieso.
