Barcamp Ökumene

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Ich fuhr zum Katholikentag nach Münster, zumindest für einen Nachmittag! Das war in mehreren Hinsichten eine gute Idee. Denn nach den vorausgegangenen Erfahrungen auf dem Kirchentag und der re:publica in Berlin ist jetzt klar: Gezielt zu überschaubaren Veranstaltungen ja, Massenansammlungen und Themenhopping nein. Das Barcamp Ökumene am Samstag Nachmittag war für diese Erkenntnis genau richtig.

Als guter Plan erwies sich auch, in Münster viele Bekannte zu treffen. Das hat super geklappt. Außerdem waren die Katholiken unglaublich herzlich und gastfreundlich. Sind wir eigentlich auch so? Ich hoffe es sehr.

Dann lief es inhaltlich auch noch klasse. In der ersten Runde hatte ich für #twomplet und #twaudes zusammen mit Leuten von #twalm und Offene Bibel eine Session angeboten, die man im Stream angucken kann. Material zur #twomplet gibt es kurz zum Nachlesen hier oder ausführlicher hier.

In der zweiten Runde nahm ich an einer Session über ökumenisches Grenzgängertum teil, die mich sehr ins Nachdenken brachte. Der Umgang der jeweiligen Konfessionen mit ihren Kirchenleitungen ist sehr unterschiedlich, was ein Einfallstor für Missverständnisse ist und dafür, in einer Rechtfertigungsmühle zu landen. Ich habe jedenfalls besser verstanden, was ich nicht verstanden habe, so kommt man weiter.

Also rundherum eine tolle Sache. Entsprechend gut gelaunt fasste ich den Tag in einem Twitterthread und in der Fotocollage zusammen:

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Bücher, Sätze und ein Wort

„Es war ein ungewöhnlich warmer Sommer, maupinaber die über der East Bay brütende Hitze schickte bereits fahle Nebelfinger bis in die Stadt.“ So lautet der erste Satz vom letzten Buch der von mir heißgeliebten Stadtgeschichten: Armistead Maupin, „Die Tage der Anna Madrigal“, übersetzt von Michael Kellner. Dieser nunmehr neunte Band war bereits letztes Jahr erschienen. Ich hatte ihn noch nicht gelesen, so kam er mir, als ich jetzt die zweite Woche immer noch hustend und nahezu taub im Bett lag, genau richtig. Denn Maupins Art Geschichten zu erzählen, dieser melancholische Humor mit dem Hauch Kittelschürze, ist wie das Pflaster auf dem aufgeschlagenen Knie, der Kakao an einem dunklen Wintertag, das warme Handtuch nach dem Regenguss. Zwei Sätze sind mir besonders hängen geblieben, vom Buchanfang abgesehen, und was eine „Muschi-Decke“ ist, müssen Sie selbst rausfinden. Also: „Teenager revoltierten gegen das Ende der Kindheit, und alte Leute gegen das Ende von allem.“ Und: „Man kann nicht von jemandem geliebt werden, der sich ansonsten nicht für einen interessiert.“ So einfach, so hach!

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„Gottes großes Herz“

Der letzte Fastenpost. Was soll ich sagen? Die Woche hat sich gezogen wie Kaugummi. Die verflixten letzten Meter, es ist immer dasselbe. Dabei hatte der Sonntag richtig gut angefangen. Ich war bekanntlich auf dem BarCamp im Unperfekthaus, dieser super Location mit dem leckeren Essen, auch die Unterkunft war großartig.

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Obwohl ich mich an alle meine Fastenregeln hielt, verzichtete ich daher darauf, mir für die Sonntagspause etwas auszusuchen, denn das hätte jede Maßhaltung gesprengt. Aber ruck zuck war das BarCamp rum und der Alltag wieder da: Zwei Gottesdienste, zwei Beerdigungen, zwei kranke Kater; wirklich rund lief es nicht.

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Zwischendeck

Alles, was unter diesem Post steht, ist vier bis fünf Jahre alt, solange war der Blog nämlich geschlossen. Alles, was über diesem Post steht, ist neu. Stand: Ab Juni 2015. Drei Dinge sollten Sie wissen:

  1. Keine Ahnung, wie lange ich den Blog dieses Mal geöffnet lasse, ging nie lange gut.
  2. Der Blog. Weil ist meiner.
  3. Die talarfarbene Pfarrkatze ist leider seit vier Jahren tot. Hier gibt es jetzt die #ZweiHerren, den #DiätKater und den #NeoKater: