Das war eine merkwürdige Woche. Dabei fing sie zuerst ganz entspannt an.
Es gab Kalbsgulasch mit Bohnensalat und in Butter geschwenkten Drillingen als Sonntagsessen. Dann fiel mir abends ein, dass ich sieben Jahre rauchfrei war, ohne jeden Rückfall, nicht einmal dran gezogen. Das ging von Anfang an leichter, als ich als leidenschaftliche Kettenraucherin das jemals vermutet hätte. Aber erst seit zwei Jahren ist es mir nahezu völlig egal. So Gott will und ich lebe, „dürfte“ ich allerdings in 20 Jahren wieder anfangen, sofern es nicht vorher schon einerlei sein sollte.
Am Montag und Dienstag merkte ich, dass ich jetzt im Fasten angekommen bin. Der Anfangselan ist weg und auch körperlich spüre ich Veränderungen. Ich bin mittlerweile mit meiner Entscheidung, nicht das volle Programm zu fahren, sehr zufrieden. Gleichzeitig schält sich die Aufgabe der diesjährigen Fastenzeit heraus: Obwohl ich für die Pausen und die Freiheit dankbar bin, wäre der Komplettverzicht einfacher gewesen. Das klingt widersprüchlich und das ist es auch, weil es bedeutet, das Feld zwischen Gelassenheit und Perfektionismus auszutarieren, also die Grautöne zwischen schwarz und weiß. Das finde ich anstrengend.
des Jahres auf dem Balkon: Schweinelende mit überbackenem Brokkoli. Montag machte der Bogenparcours wieder auf und als Dienstag Morgen eine Sitzung ausfiel, bin ich direkt hin. Eine Stunde ganz piano angefangen, lange eingeschossen und dann die kleine Runde. Ich habe mich zum ersten Mal seit Monaten draußen an der frischen Luft bewegt, es war wunderbar! Danach aß ich einen Teller Linsensuppe und musste erstmal eine Stunde ins Bett. Ich war völlig erledigt.
Supervisor brauchte gar nichts anzumahnen, mir war das auch so klar und Selbstbesinnung hatte ich ebenfalls genug. Also im Unnormalen auf Normalkurs weiter, mit glücklicher Landung in der neuen Stadt und to make a long story short, immer noch Corona. Zusammen mit der OP im November und hinzugerechnet dem kleinen, vorbereitenden Eingriff im September aber seit nülf Monaten ohne Sport und mittlerweile überhaupt im 


